Beschreibung:
Schloss Übigau wurde 1724/1725 von Eosander von Göthe für den Kabinettsminister Graf Jakob Heinrich von Flemming an der Elbe errichtet. Das Schloss besaß einen Schlosspark im französischen Stil mit einer doppelläufigen Treppenanlage zur Elbe. Das Schloss besitzt an der Elbfront eine große Figurengruppe, mit dem sächsisch-polnischen Wappen. 1726 kaufte August der Starke das Anwesen von Flemming ab. Augusts Sohn August III. schenkte das Schloss 1733 dem Minister Graf Sulkowski. Schon 1736 ging es an den König zurück, nachdem Sulkowski gestürzt wurde. Ab 1770 wurde Übigau vom sächsischen Hof nicht mehr benötigt. Es wurde eine Schlossgaststätte eingerichtet, die von den Dresdner als Ausflugsziel genutzt wurde. 1813 wurde das Schloss geplündert. Daraufhin versteigerte der Hof das Schloss an den Dresdner Ratszimmermeister Paul Siemon. Er baute es aus und verkaufte es 1836 an den Dresdner Aktien-Maschinenbauverein. Es wurde als Verwaltungsgebäude der von Prof. Andreas Schubert geleiteten Vereins genutzt. Der Familie von Oppen gehörte Übigau von 1854 bis 1886. Ab 1886 ging das Schloss in den Besitz der Elbschiffahrtsgesellschaft die eine Schiffswerft einrichtete. Nach mehreren Besitzerwechseln in den 30er Jahren des Zwanzigsten Jahrhunderts nutzte das Schloss nach 1945 der VEB Dampfkesselbau als Verwaltungsgebäude. Ab 1991 verfällt das Kleinod an der Elbe. Es wechselten zwischenzeitlich die Investoren, die Bautätigkeit ruht bis heute. (Quelle Text u. Fotos: www.dresden-bilder.de/dd/schloss-uebigau.shtml)
Ansprechpartner:
Heidrun Sebald